Dienstag, 3. März 2015

Grüne Unternehmer/innen fordern Wirtschaftswende

Blick über den Tellerrand: in der grünen Unternehmer/innen-Szene Europas tut sich was...

Im Januar d. J. wurde mit  Ecopreneur.eu in Wien ein neuer europäischer Dachverband für nachhaltige Wirtschaftspolitik gegründet. Dahinter stehen die Unternehmerverbänden UnternehmensGrün (Deutschland), Entreprendre Vert (Frankreich) und Grüne Wirtschaft (Österreich). Als neuer Akteur in Brüssel wird sich der Verband für die Anliegen seiner rund 1000 Mitgliedsunternehmen einsetzen.

Im Fokus steht aus aktuellem Anlass der Stopp des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) mit den USA bzw. auch des Abkommens mit Kanada (CETA) – zumindest in ihrer bisher geplanten Form. Aber auch die Beendigung des EU-weiten Steuerwettbewerbs sowie die Schaffung einer Sozialunion, um die Ungleichheit zwischen BürgerInnen der EU-Mitgliedsstaaten abzubauen, sind wichtige Bereiche, deren Entwicklung Ecopreneur.eu auf Basis seiner Grundsätze vorantreiben wird.

Für das französische Gründungsmitglied Entreprendre Vert stellte Vorstand Frédéric Benhaim fest: „Unsere nachhaltigen Unternehmer in Frankreich suchen Inspiration und konkrete Projekte durch die grenzübergreifende Vernetzung. Ecopreneur.eu wird das tatkräftig unterstützen. Darüber hinaus wird unsere Initiative schneller die kritische Masse für politische Anliegen zusammenbringen, da wir die Akteure der Green Economy vernetzen. Wir möchten mit dem europäischen Zusammenschluss grüne Innovationen voranbringen.“

Wie grüne UnternehmerInnen ticken und wie grünes, nachhaltiges Wirtschaften – auch ohne Wachstumszwang – funktionieren kann, das ist vielen klassisch sozialisierten PolitikerInnen absolut nicht bewusst, sind sich die Gründungsmitglieder einig.

Neben Frankreich, Deutschland und Österreich werden Wirtschaftsinitiativen aus Spanien, Dänemark, Norwegen und England zu Ecopreneur.eu stoßen, weitere Länder sind im Gespräch.

Quelle:   Grüne Wirtschaft Österreich 2015


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