Dienstag, 14. Januar 2014

Hebammen-Petition an Gesundheitsminister Hermann Gröhe

In Deutschland als selbständige Hebamme zu arbeiten, ist zunehmend unwirtschaftlich. Hebammen geben darum ihre Selbständigkeit auf. Auch Geburtshäuser schließen.

Der Grund: Hebammen sind per Gesetz dazu verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. 2004 zahlten sie noch 500 Euro Haftpflichtprämie im Jahr.

In den letzten zehn Jahren sind die Kosten um das Zehnfache (!) gestiegen. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 8 Euro lohnt es sich nicht mehr, Geburtshilfe anzubieten. Seit 2010 haben sich ungefähr 20 Prozent der Hebammen aus der Geburtshilfe verabschiedet. Für werdende Familien bedeutet das: Ihre Grundversorgung wird nicht mehr flächendeckend gewährleistet, das Menschenrecht auf freie Wahl des Geburtsortes verletzt.

Im Juli 2014 soll die Haftpflichtprämie für Hebammen erneut um 20 Prozent erhöht werden. 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist aufgefordert das Koalitionsversprechen zu halten und bis dahin eine Lösung für die Haftpflichtproblematik zu finden.

Sie muss für alle Hebammen und Geburtshäuser tragfähig sein, damit Frauen und Familien ihr Menschenrecht auf freie Wahl des Geburtsortes wahrnehmen können und eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe gewährleistet ist.

Der Deutsche Hebammenverband e.V. hat 2010 die erste Petition ins Rollen gebracht.

2013 ist schließlich Anke Bastrop aus Schwerin ist als Mutter den nächsten großen Schritt gegangen, indem sie durch ihre Online-Petition auf die weiterhin bestehenden Missstände aufmerksam gemacht hat und die Politiker mit Hilfe tausender Unterschriften dazu bewegte, die Hebammensituation in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Jetzt geht es darum, unsere Vertreter in der Politik beim Wort zu nehmen!

Menschenwürde ist kein Ehrenamt – Hebammen brauchen höhere Vergütungen #sicheregeburt
 
Twitter an Hermann Gröhe: https://twitter.com/groehe
Facebook an Hermann Gröhe: https://www.facebook.com/groehe

Diese Petition wird unterstützt von den folgenden Vereinen:
Greenbirth e.V.
HappyBirthday - Gemeinsam für eine selbstbestimmte Geburtskultur e.V.

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