Montag, 4. März 2013

Equal Pay Day – Berliner Kampagne 2013


Bekommen Sie, was Sie verdienen?

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Damit ist Deutschland noch immer eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich. Eine der ältesten Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist in Deutschland nach wie vor nicht eingelöst. Bezogen auf das Erwerbsleben einer Frau, ist es heute ein Skandal, dass Frauen erst am 21. März dieses Jahres, durchschnittlich soviel verdient haben, wie die Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres und das, obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen die Nase vorn haben.

Heute ist der Lohnunterschied nach den aktuellen Berechnungen des statistischen Bundesamtes von 23 % des Vorjahres auf 22 % gesunken .Wenn wir in dem Tempo weiter machen – alle 5 Jahre 1% – haben wir erst in 100 Jahren die Lohngerechtigkeit erreicht!.
Für uns nicht akzeptabel!

21. März – Tag der Lohngerechtigkeit
Der Aktionstag kennzeichnet den Tag, bis zu dem Frauen nach Ablauf eines Jahres länger arbeiten mussten, um den durchschnittlichen Stundenlohn von Männern per 31.12. des vergangenen Jahres zu erreichen.

Um auf diese Unterschiede öffentlich aufmerksam zu machen und Frauen zu mobilisieren, gibt es seit 2008 auch in Deutschland den Equal Pay Day, den Tag der Lohngerechtigkeit.

Die Lohndiskriminierung ist und bleibt ein aktuelles Thema und ist von öffentlichem Interesse, was die große Medienresonanz im vergangenen Jahr zeigt.

22 Prozent Rabatt für Frauen in Berlin

In Berlin rufen deshalb wieder die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke in Kooperation mit dem FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) Unternehmen, Geschäfte, Restaurants, Cafes dazu auf, Frauen am 21. März ein Rabatt von 22 Prozent auf eines ihrer Produkte oder Dienstleistungen einzuräumen. Damit wollen wir Berliner Bürger/-innen öffentlich auf das Thema der Lohnungleichheit und deren Ursachen aufmerksam machen.

Beteiligen Sie sich!

Wir suchen Unternehmen, Geschäfte, Restaurants, Cafés u. a.  Dienstleister/innen, die sich an der 22% Rabatt-Kampagne beteiligen. Ihr Rabatt-Angebot für den 21.3.2013 wird unter der Rubrik „Wer gewährt Rabatt“ mit Unternehmens-Adresse und bezirklicher Zuordnung des Unternehmenssitzes veröffentlicht. Ansprechpartnerinnen sind die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in den Bezirken. Frauen beteiligen sich, indem Sie am 21. März kräftig bei den Rabatt gebenden Unternehmen shoppen und rote Taschen tragen, die auf die roten Zahlen in ihren Geldbörsen aufmerksam machen.
Darüber hinaus wird im Berliner Fenster – der Werbeplattform in der U-Bahn – auf die Rabattaktion aufmerksam gemacht.

Die Rabattaktion im Skandalblatt

In diesem Jahr werden die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten gemeinsam mit Business and Professional Women Germany e.V., der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und dem Landesfrauenrat das Skandalblatt mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren herausbringen, das am 21. März 2013 an zentralen Stellen in Berlin verteilt wird. Auch im Skandalblatt wird für die Rabattaktion geworben.

Werbespot – Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!

Das ist das Motto des 1-minütigen Spots, der zum Equal Pay Day 2012 in Berlin uraufgeführt wurde. Der Spot soll zum Nachdenken anregen, wachrütteln, und ein „ach wirklich“ oder „warum ist das so?“ provozieren. Der Spot ist eine Kooperation der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke und dem BPW Germany e.V..




 Quelle: http://www.23-prozent.de/

Warum auch Unternehmerinnen dieses Thema angeht?
Sie beeinflussen als Arbeitgeberinnen nicht nur Löhne und Gehälter; immer mehr hat sich in den letzten Jahren gezeigt: der "Gender Pay Gap" ist auch bei Selbständigen Realität - z. T. sind die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern noch größer.

Einen Überblick über Zahlen und Fakten finden Sie auch auf der Homepage des BfSFJ: http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/3-Erwerbseinkommen-von-frauen-und-maennern/3-4-geschlechtsspezifische-einkommensunterschiede-bei-unterschiedlichen-beschaeftigtengruppen.html

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