Samstag, 5. Mai 2012

Zum Internationalen Hebammentag

Am 5. Mai ist der „Internationale Hebammentag“.

„Die Welt braucht Hebammen, heute mehr denn je“, lautet das Motto der Internationalen Hebammenvereinigung. Das gilt nicht nur für die Armutsländer der sogenannten „Dritten Welt“. Auch in Deutschland ist eine gute Versorgung von Müttern und Kindern nur scheinbar sicher gestellt. Wir verzeichnen zwar eine hochgradige Versorgung im medizinisch-technischen Bereich – Kritiker sprechen sogar  von einer „Überversorgung gesunder Schwangerer“ –  auf der anderen Seite fehlt es  aber Personal, um dem Bedürfnis der Frauen nach Beratung und Selbstbestimmung gerecht zu werden.

Zudem ist die Situation der selbständigen Hebammen in Deutschland zunehmend  prekär:  die Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung steigen immer weiter. Im Juli 2012 erneut auf dann 4.242 Euro. Das ist ein Anstieg in den letzten drei Jahren um fast 80 Prozent. Die Honorare der freiberuflichen Hebammen folgen dem indes nicht. Die aktuellen Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Hebammenverbänden sind gescheitert. Vgl. dazu ZDF / Frontal 21, Sendung vom 27.2.2012 http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8482835,00.html

Was heute mit den Hebammen geschieht, kann morgen auch andere Berufsstände treffen.
Als Organisation selbständiger Frauen, möchten wir den Monat Mai, in den auch bekanntlich der traditionelle deutsche Mutter-, sowie der sog. Vatertag fallen, nutzen, um an die Situation selbständiger Hebammen in unserem Land zu erinnern.

Aktionen bundesweit zum Hebammentag finden Sie hier: www.hebammenverband.de
Heute nicht mehr Hebamme,
sondern Beraterin und Trainerin:
Sylvia Gennermann

Mitgliedsfrau Sylvia Gennermann, eine ehemalige Hebamme, äußert ihre persönlichen Gedanken und Erfahrungen zum Thema in einem Interview...

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