Dienstag, 19. Januar 2010

Und so hat unsere Jury entschieden....

Um ein möglichst differenziertes Meinungsbild zu erhalten, haben wir Jurorinnen aus unterschiedlichen Städten, Netzwerkmitglieder und Externe eingeladen.

Sämtliche Jurorinnen zeichnen sich durch eigene langjährige unternehmerische Erfahrung aus. Darunter einige Medienvertreterinnen und natürlich auch engagierte Frauen mit viel Netzwerk-Erfahrung.

Folgende Frauen sind unserem Aufruf gefolgt und haben unabhängig voneinander ihre Projekt-Beurteilungen abgegeben:

Sharon Adler, Chefredakteurin „AVIVA-Berlin“ / Berlin,
Martina Haas, Juristin, Autorin, Coach und Netzwerkexpertin /Berlin,
Hildegard Welbers, selbst. Betriebswirtin u. Steuerberaterin / Berlin,
Dr. Michaela Eisele, Juristin, Gründungsmitglied von Unternehmerinnenabend / Berlin,
Susanne Richter, Unternehmerin / Cottbus,
Dagmar Möbius, freie Journalistin / Dresden,
Tatjana Sassenberg, Unternehmerin / Berlin,
Silvia Leutloff, Unternehmerin / Berlin,
Carmen-Francesca Banciu, Schriftstellerin u. Coach/ Berlin, London, Bukarest
Dr. Bärbel Kerber, Chefredakteurin „Miss Tilly“/ Berlin
Beate Roll, Unternehmerin u. Landesvorsitzende Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) /Berlin

Bei der Beurteilung sollten insbesondere die Kriterien unternehmerischer Mut, Innovation und gesellschaftliche Relevanz eine Rolle spielen.

Da sämtliche nominierten Projekte sich durch großes Engagement, Innovativität und unternehmerischen Mut auszeichneten, fiel die Entscheidung relativ knapp aus.

Immerhin zehn von 13 Projekten wurden von der Jury und sehr viel positiven Kommentaren bedacht; drei davon konnten schließlich mit der Mehrzahl der Stimmen als eindeutige Wettbewerbs-Sieger ermittelt werden.

Der 1. Preis geht an das Projekt „Frauengesellschaft(en) in Deutschland

Über ein Jahr ist Eva Hehemann, freiberufliche Fotografin aus Köln (www.hehemann-fotografie.de) auf eigene Faust quer durch die Bundesrepublik gereist, hat Frauengesellschaften aller Altersgruppen besucht, Interviews geführt und die weibliche Geselligkeit abgelichtet: beim Feiern, auf Reisen, in Salons, beim beruflichen Netzwerken, in Vereinen, auf Tagungen, bei politischen Aktionen, bei Verkaufspartys, beim Sport und auf Volksfesten. Das Ergebnis: ein großer Band Mit 1.600 Fotografien, vielen Kurztexten und elf Interviews, erschienen soeben im Januar 2010 im Aviva Verlag von Britta Jürgs, Berlin.

Das Projekt wird ausgezeichnet:
  1. für seinen unternehmerischen Mut, denn Eva Hehemann hat dieses große Projekt aus eigener Initiative gestartet, sich bei der Durchführung über vielfältige Hindernisse hinweggesetzt, und das unternehmerische Risiko eines solch gewagten großen Buchprojekts getragen;
  2. für seine Innovativität, denn dieses Buch mach das erste seiner Art deutlich, wie Frauen von heute miteinander umgehen, wie sie Berufliches und Privates durch ein Netzwerken mit Geselligkeit und Freude an der Kommunikation miteinander verbinden;
  3. für seine gesellschaftliche Relevanz, denn Frauen brauchen Anregungen und Vorbilder, da sie ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihre Affinität, sich zu vernetzten, leider beruflich noch zu wenig und nicht strategisch genug nutzen, um nachhaltig davon zu profitieren; durch dieses Buch, das vor allem Bilder sprechen lässt, entstehen Aha-Effekte scheinbar zufällig und inspirieren zu kleinen und großen Veränderungen.
Der 2. Preis geht an das Projekt „Brücken bauen zwischen Ländern und Kulturen

Die Reiseunternehmerin Helga Schumann (Fa. Weiter Reisen, www.weiter-reisen.de) aus Berlin hat 2009 begonnen in Kooperation mit anderen Unternehmerinnen aus der Branche Angebote für Frauenreisen in ferne Länder und Kulturen – derzeit in den Naher Osten, Lateinamerika und Karibik – entwickelt, die neben touristischem Erleben, besondere kulturelle Einblicke erlauben und den Schwerpunkt einen Austausch und eine persönliche Vernetzung mit Frauen aus anderen Kulturkreisen befördern.

Das Projekt wird ausgezeichnet:
  1. für seinen unternehmerischen Mut, einen neuen, kaum unerforschten Weg zwischen üblichen Tourismusangeboten, Bildungsreisen sowie politisch-wirtschaftlich motivierten Besuchsreisen in fremde Ländern – speziell für die Zielgruppe Frauen – zu beschreiten;
  2. für seine Innovativität, und so interessierten Frauen aus unterschiedlichen Lebenskontexten Wege zu öffnen, das (Frauen-)Leben in anderen Kulturen in offiziellem, wie privatem Rahmen kennen zu lernen;
  3. für seine gesellschaftliche Relevanz, da die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Konflikten leisten kann und der Austausch Inspirationen für alle Beteiligten bringen kann.

Der 3. Preis geht an das Projekt „Berufliche Zukunft erfolgreich gestalten

Die Personalentwicklerin Sabine Ronsdorf (www.personalagentur-ronsdorf.de) und die Beraterin und Trainerin Cornelia Heinz (www.staerkenfinden.de) – beide ansässig in Dresden - haben sich über das Unternehmerinnenabend–Projekt 2008 kennen gelernt und in Folge 2009 eine neuartige Workshopreihe zur Berufsfindung und Bewerbungsstrategie entwickelt, die seither großen Anklang bei den TeilnehmerInnen gefunden hat.

Das Projekt wird ausgezeichnet:
  1. für seinen unternehmerischen Mut, auf eigene Initiative und eigenes Risiko ein volkwirtschaftlich äußerst wichtiges Thema neu aufgegriffen, überarbeitet und in eine neues, gut durchdachtes Konzept gebracht zu haben;
  2. für seine Innovativität, Coachingmaßnahmen zur individuellen Berufsfindung mit den Aspekten üblicher Bewerbungstrainings und wichtigen Hintergrund Informationen über den Arbeitsmarkt in einem einzigen Workshop für berufliche Ein- und –Umsteiger zusammenzubringen;
  3. für seine gesellschaftliche Relevanz, denn das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen hilft, langfristig die richtige Berufswahl zu treffen, sich optimal zu präsentieren und trägt dazu bei, nicht nur den angespannten Arbeitsmarkt zu entlasten, sondern auch die Schnittstellen zwischen Angebot und Nachfrage so miteinander in Einklang zu bringen, dass das Ergebnis zufriedenere Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind.

Auf den 4. Platz kamen mit der gleichen Anzahl von Jury-Stimmen die Projekte "Grünes Lebensgefühl für den arabischen Raum" und damit das Vorhaben der Cottbuser Unternehmerin Inka Schmüser-Masgidi europäische Bio-Erzeugnisse in den Nahen Osten zu exportieren und das Webportal "erosa" der Berliner Unternehmerin Silke Maschinger.

Da Silke Maschingers Projekt Webportal "erosa" jedoch über die Weblog-Umfrage eindeutig mehr Stimmen bekam, geht unser diesjähriger Publikumspreis an dieses Projekt.

Den 5. Platz teilen sich die Projekte:
  • Momoki - ein Projekt für junge Familien (Kooperation aus Dresden)
  • Tattoos ohne Reue (Berlin)
  • Multifunktionale, bedienerfreundliche Software (Berlin)
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt und ihn unterstützt haben und kündigen schon jetzt an, dass wir zum Jahresauftakt 2011 eine Neuauflage planen.






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