Dienstag, 22. Dezember 2009

Das steuerpflichtige Christkind

Ein bisschen Spaß muss sein...

Das steuerpflichtige Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt, zu betteln und flehn.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will auch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat nicht kapiert,
wovon das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: “Die Zwerge stellen die Geschenke her“,
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.

„Ich verschenke das Spielzeug an Kinder“
wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dies jetzt besser zu sagen.

„Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile.“
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
„Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld,
ich beschenke die Kinder in der ganzen Welt.“

„Aus allen Ländern kommen die Sachen,
mit denen wir die Kinder glücklich machen.“
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt, von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte, dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Aus diesem Grunde, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.

Denn das Finanzamt sieht das alles nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein!

Quelle: Verbandsnachrichten Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg 5/2009

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