Samstag, 30. August 2008

Veranstaltungskonzept mit Vorkasse

Wie unten beschrieben, bekommen die Unternehmerinnen bei uns viel Marketing, Informationen, Kontaktangebote und Öffentlichkeitsarbeit zum geringen Preis. Manch einer genügt das aber offenbar nicht. Manchmal könnte man meinen, es wäre den Menschen lieber alles zum Nulltarif zu bekommen. Wäre doch prima: jemand organisiert eine gute Veranstaltung, macht sich Mühe, lädt einen Referenten ein, bestellt ein Catering und man selbst kann im letzten Moment kann man noch spontan entscheiden, ob man tatsächlich hingeht oder nicht. Und den Kostenbeitrag bezahlt man dann bei Erscheinen oder später oder auch gar nicht - weil vielleicht gerade Ebbe in der eigenen Kasse herrscht...

Diskussionen über das Procedere der Veranstaltungsorganisation mit Vorkasse, das sich bei uns gut bewährt hat, gab und gibt es immer wieder. Bei uns glücklicher Weise kaum noch, aber bei XING kann man zuweilen noch Zeuge absurder Diskussionen diesr Art werden. Da meinte doch kürzlich jemand, wenn man Gäste zu sich nach Hause einlüde, wüßte man auch nicht, wer tatsächlich kommt und Geld zahlen die dann auch nicht ... Es lebe die Hausparty! Einige Netzwerkveranstalter haben darum das symbolische Handtuch geworfen und gerade in Berlin, wo die Menschen offenbar notorisch pleite und unzuverlässig zu sein scheinen, geht man dazu über, einfach irgendwo einen Tisch zu reservieren und überlässt den Rest dem Zufall.

Dann kann es natürlich auch passieren, dass mehr Leute kommen als angekündigt und man immer weitere Tische anstellen bzw. zusammenrücken muss - sowie unlängst beim WiSpi-Stammtisch geschehen oder voriges Jahr bei den "Lunching Ladies" erlebt. Umgekehrt - so erlebt nach unserem Termin im Auswärtigen Amt - kommen letztlich viel weniger als angemeldet, man hat Plätze umsonst reserviert und erntet lange Gesichter bei den Gastronomen. Geschickt eine Variante, die der Open Coffee Club in Berlin gewählt hat. In einem der neuartigen "Coffeeshops" American style braucht man nichts reservieren, das Personal wird keine Miene verziehen, selbst wenn man sich den ganzen Tag mit einer Tasse Kaffee dort aufhält und morgens um 9.00 h sind dort immer reichlich Plätze frei.

Wenn man aber eine Veranstaltung anbieten möchte, die dass Niveau eines "Stammtischs" oder "Kaffeeplauschs" übersteigt, ist gewisser Organisationsaufwand nötig und auch Planungssicherheit. Bei den Unternehmerinnenabenden gibt's neben Vorträgen eine moderierte Vorstellungsrunde, Namenschilder, kleine Speisen und Getränke und Raum für viele gute Gespräche - ohne dass an einer langen Tafel alle schließlich wild durcheinander reden...

Gerade Unternehmerinnen wissen diese Struktur und das Niveau zu schätzen - auch wenn das natürlich seinen Preis hat und die Einhaltung bestimmter Spielregeln erfordert.

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