Mittwoch, 14. November 2007

Interview mit dem Tagesspiegel

Vor kurzem erhielt ich wieder einen Anruf von einer Redakteurin des Tagesspiegel Magazins "Berlin Maximal". Diesmal wurden Gründerinnen 50+ für Interviews gesucht. Da bei uns Datenschutz herrscht, geben wir natürlich keine Personendaten weiter, auch fragen wir bei unserem Eintrag weder Geburtsdatum noch Firmengründungsdatum ab. Infolgedessen konnte ich nicht sehr viel weiterhelfen, außer dass ich an unser Mitglied Margarete Krümpel verwies, die ich selbst gut kenne und von der ich weiß, dass sie bereits das 60. Lebensjahr überschritten und sich vor einigen Jahren mit "Finesse" zumindest neu gegründet hat...
Gestern dann ein erneuter Anruf: man suchte nach Bestätigungen für das Vorurteil, dass es GründerInnen über 50 besonders schwer haben, einen Kredit zu bekommen. Aus meiner Beraterpraxis ebenso wie aus meinem "Vorleben" als Bankerin kann ich das nicht bestätigen. Warum auch? Banken finanzieren in erster Linie ein Konzept, was natürlich auch die Fähigkeiten des Gründers bzw. der Gründerin berücksichtigt - insbesondere bei Einzelunternehmungen. Das Alter des Gründers spielt eher eine marginale Rolle - wenn das Konzept stimmt und der Gründer, falls er die 50 schon überschritten hat, erklären kann, wie es mit seinem Unternehmen weitergeht, wenn er selbst in den Ruhestand geht.
Die positiven Beispiele aus Hessen vorige Woche zeigten, das auch 58jährige ein Unternehmen aufbauen (und ggf. fremd finanzieren) können.

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